Gute Schriften

Das besondere Merkmal der »Tanger Serif«, ist ihre Vielfalt. Sie eignet sich sehr gut für jede Art von Mengentext, erzielt aber auch in großen Schriftgraden ihre Wirkung – unter anderem durch die kleinen geschwungenen Serifen an den Gemeinen und Feinheiten, wie den gebogenen Strich des »e«, die mittig  angesetzte Schlaufe des »g« und den handschriftlichen Charakter der Kursiven, besonders in den fetten Geraden. Inspiriert wurde ihr Gestalter von den Egyptiennes und den frühen Zeitungsschriften des 19. Jahrhunderts. Diese Einflüsse sind wohl ein Grund dafür, dass die »Tanger Serif« in ihrer Handhabung so unkompliziert ist und ein Mengensatz auch in kleinen Schriftgrößen noch sehr gut lesbar ist. Die kräftigen Serifen fügen sich durch ihre Bögen harmonisch in das Schriftbild ein. Sie erzeugen dadurch Bewegung und verringern gleichzeitig den Kontrast.

Die »Tanger Serif« erschafft ein junges, freundliches und warmes Schriftbild, was dem Text eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Durch ihre Dynamik tritt die Tanger Serif in ihrem Schriftbild ungezwungen und locker auf, dies sollte man bei ihrer Verwendung beachten.

617 Glyphen pro Schnitt, darunter Kapitälchen, Mediaeval- und Tabellenziffern, Bruchziffern, Ligaturen sowie eine Vielzahl an diakritischen Zeichen eröffnen dem Gestalter unbegrenzte Möglichkeiten. Die »Tanger Serif« umfasst 48 Schnitte. Drei Weiten: Narrow, Medium und Wide. Jede Weite enthält acht Gewichte in aufrechter und kursiver Ausführung die Strichstärken Ultra Light, Light, Book, Regular, Bold, Semi Bold, Extra Bold und Heavy.

Unzählige gestalterische Möglichkeiten im Zusammenspiel mit Funktionalität, überzeugten mich die »Tanger Serif« in die Kategorie »Gute Schriften« aufzunehmen.

Nina Kronenberger


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